Elefanten und Schleichkatzen produzieren Luxus-Kaffee

Elefanten produzieren Luxus-Kaffee

Nichts ist unmöglich wenn es um neue Trends geht. Aus dem fernen Thailand kommt einer der teuersten Kaffees der Welt. Die Kaffeebohnen für den „Black Ivory Coffee“ werden natürlicherweise im Magen von Elefanten veredelt. Das Luxusgetränk ist in ausgewählten Fünf-Sterne-Hotels erhältlich – etwa in Thailand, auf den Malediven und in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Eine Portion von 35 Gramm des Luxus-Kaffees kostet knapp 34 Euro.

Etwa 700 Kilometer nördlich von Bangkok liegt die Provinz Chiang Rai, in der eine Herde von 25 Elefanten mit Arabica-Kaffeebohnen gefüttert wird. Nach gut 24 Stunden werden die Kaffee-Bohnen auf natürliche Weise von den Elefanten nahezu unverdaut wieder ausgeschieden. Die Magenenzyme schließen bestimmte Eiweiße auf, so dass sich der Gehalt an Bitterstoffen verringert. Der langsame Gärprozess im Verdauungstrakt der Elefanten sorgt für ein einzigartiges blumiges Aroma, während der Geruch an Schokolade erinnert. Der Verzehr der Kaffeebohnen schadet den Tieren nicht, da das Koffein erst beim Kochen der Bohnen freigesetzt wird.

Der ausgesprochen hohe Preis ist auf die hohen Herstellungskosten zurückzuführen. Für ein Kilogramm des exotischen Kaffees werden 33 Kilogramm Kaffeebohnen benötigt, erklärt Blake Dinkin, der kanadische Gründer der Firma, auf seiner Internetseite. Viele Kaffee-Bohnen gehen während des Produktionsprozesses verloren, etwa wenn die Elefanten schwimmen gehen und dabei ihr Geschäft im Wasser verrichten. Die Elefantentreiber und ihre Frauen lesen die Bohnen per Hand aus dem Dung der Elefanten. Anschließend werden die Kaffe-Bohnen in der Sonne getrocknet und geröstet. Im Jahr 2012 hat die Firma 50 Kilogramm des milden, aromatischen Kaffees produziert. Diese Menge soll in den kommenden Jahren auf bis zu 300 Kilogramm jährlich anwachsen.

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Die Kaffeespezialität „Kopi Luwak“ ist schon länger auf dem Markt und wird in Indonesien und Vietnam auf ähnliche Weise produziert. Eine Schleichkatze frisst die Bohnen und scheidet sie unversehrt wieder aus, da sie nur das Fruchtfleisch verdauen kann. Der „Katzenkaffee“ hat weniger Säure, eine holzige Würze und einen leichten Kakaogeschmack.

Quelle: Heike Kreutz, www.aid.de